Inklusion meint …

Flo hat Down-Syndrom und bereichert seit seiner Geburt seine Familie. Jedes Jahr zum Welt-Downsyndrom-Tag veröffentlicht die Familie einen Kurzfilm passend zum jeweiligen WDST-Motto.

Flos Mama schreibt:
„Coronakrise, Klimachaos und Krieg in der Ukraine – in diesem Jahr fiel es mir wirklich schwer, meinen Beitrag zum Welt-Downsyndrom-Tag 2022 zu erstellen! Angesichts des Leids, das Menschen nur 700 km entfernt von uns erleben müssen, schämte ich mich, dass ich beim Sichten unseres Bildmaterials Rotz und Wasser geheult habe: Die Erinnerungen an Afrika und das Gefühl von Freiheit und Glück, das wir auf unseren Reisen immer empfunden haben und die gelebte Inklusion, die wir erfahren durften – all das vermisse ich in den letzten 2 Corona-Jahren schmerzlich. Jetzt hieß es: Selbstmitleid wegpacken und auf das Wesentliche konzentrieren!

Schließlich geht es um nichts Geringeres, als um das Leben von Menschen mit Downsyndrom: Der Kampf ums Überleben ist ein stiller und läuft hinter den Kulissen ab, da die pränatalen Bluttests immer mehr diese besondere „Spezies“ gefährden!  Ich möchte unser Kind um nichts auf der Welt missen und es macht mich unendlich traurig, dass so vielen besonderen Kindern durch die Pränataldiagnostik die Chance genommen wird, zu leben und ihre Eltern „reich“ zu machen. Liebe ist alles!

Deswegen setzen wir mit unserem Inklusionsgedicht ein Zeichen für mehr Toleranz und Miteinander – Zuhause und an jedem anderen Ort!

Wir wünschen Euch allen viel Spaß beim Anschauen. Teilt die Botschaft, wo immer ihr könnt – wir können alle ein bisschen mehr Miteinander gut gebrauchen!“

Außerdem stellt die Familie das im Moment vergriffene Buch „Das Afrika-Experiment – über die besondere Reise mit unserem besonderen Kind“ anlässlich des WDST einen Monat lang kostenlos als pdf zur Verfügung. Alle Filme und das Buch sind zu finden unter www.a-special-lifeline.de

Happy WDST 2022!

Gemeinsam für geflüchtete Menschen mit Down-Syndrom aus der Ukraine

Friedenstaube Handabdruck
Friedenstaube von Robi (3)

Robi und seine Mama haben uns geschrieben: „Wir möchten gerne eine Friedenstaube mit euch teilen. Das ist der Handabdruck von unserem dreijährigen Sohn Robi. Es ist auch die Gebärde für „Stop!“. Stop the war in Ukraine! 
Wir hoffen auf den Frieden und denken auch besonders an die Menschen mit Down-Syndrom, die auf der Flucht sind oder im Kriegsgebiet leben.❤️“

Was für ein wundervolles Zeichen!

Gemeinsam mit vielen DS-Vereinen, -Gruppen, -Initiativen und -Familien verbinden wir uns im Down-Syndrom-Bündnis Ukraine, um Menschen mit Down-Syndrom, die aus der Ukraine zu uns kommen und Hilfe benötigen, zu unterstützen. Lasst und diese Menschen willkommen heißen – sie brauchen es so dringend!

Ihr wollt euch beteiligen? Seid kreativ und bastelt, malt, schreibt … euren persönlichen Willkommens-Gruß. Schickt ein Foto davon an: aktion@teile-gutes21.de Wir veröffentlichen eure Willkommens-Botschaften im Web und über TeileGutes21, und wir geben sie persönlich an Familien weiter, die nach und nach in Deutschland ankommen.

Wenn ich mir heute etwas wünschen könnte …

Salomé schreibt auf Instagram unter hope_on_the_road über ihren bunten Mix aus Alltagsgeschichten, Reiseabenteuer im Van, kleine und große Glücksgeschichten, Inklusion, Nachhaltigkeit und vieles mehr. Am 21.3. hat sie Geburtstag – für die Familie ein doppelter Feiertag. Ihre Gedanken zum 21.3.2021 dürfen wir hier teilen.

Happy Birthday to me!⁣
Happy World-Down-Syndrome-Day to you!⁣

Was für ein Tag!⁣
Wenn ihr euch heute in der richtigen Filterblase herumtreibt, wird euer Feed von bunten Socken und strahlenden Gesichtern nur so geflutet.⁣
Da wird Vielfalt gefeiert. ⁣
Liebe zelebriert. ⁣
Eine Extraportion Freude hinaus in die Welt geschickt. ⁣
Einfach großartig!⁣

Doch wenn ich mir heute etwas wünschen könnte, dann wäre es,⁣ dass dieser Tag seinen bitteren Nebengeschmack verliert.⁣

Dass Menschen mit Down-Syndrom nicht nur an diesem einen Tag gehört und gesehen werden. Sondern an jedem anderen auch.⁣

Dass hinter ihrem Lebenswert ein Ausrufezeichen steht. Kein Fragezeichen!⁣
Egal, ob sie viel lachen oder wenig.⁣

Dass ihre bereichernden Stärken genauso zum Allgemeinwissen gehören, wie all die stumpfen Klischees.⁣

Dass es selbstverständlich wird, von frühester Kindheit an zusammen zu leben, zu lernen, zu wachsen.
Die Parallelwelt aus eigenen Kitas, Schulen, Arbeitsplätzen der Vergangenheit angehört. Man nicht erst bei überraschender Diagnose mühsam ergoogeln muss, was DS eigentlich ist und ob es das eigenen Leben ruinieren könnte.⁣

Dass ein Kind Grund zur Freude ist. ⁣
Betretenes Schweigen, Wegschauen, Mitleidsbekundungen und dadurch auch Scham, Stigma, Rechtfertigungsdruck der Eltern ein Ende haben. ⁣
Ihnen überschwänglich gratuliert wird, egal, wie viele Chromosomen ihr Baby hat. Egal, wie es aussieht. Egal, was es zur Leistungsgesellschaft beitragen wird. ⁣

Dass Menschen mit DS darin unterstützt werden, einen Schulabschluss zu machen. Sie die Wahl zwischen Arbeit in Werkstätten und erstem Arbeitsmarkt haben. Und wie auch immer sie sich entscheiden, einen fairen Lohn erhalten. ⁣

Dass ‚Es ist normal, verschieden zu sein‘ über bunte Socken hinaus geht, die Filterblase sprengt, Selbstverständlichkeit wird.⁣

Danke für eure Glückwünsche zum Geburtstag!⁣
Der sich für mich in den letzten Jahren verändert hat. ⁣
Nicht mehr nur Feierei und Yippiejayay. ⁣
Sondern immer auch Nachdenklichkeit und Aktivismus. ⁣
Mehr als alle Gratulationen wünsch ich mir, ⁣
dass ihr euch mit uns für Veränderung stark macht.⁣

Und der 21.3. für mich eines Tages wieder zur reinen Party wird.

Schaufenster-Aktion

in Nördlingen zum Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März

Silke Hampp, Vertreterin der Elterngruppe und Susanne Vierkorn vom Nördlinger Stadtmarketing-Verein,
mit dem Bild von Juri. Foto: Cara-Irina Wagner
Joschi im Schaufenster der Firma Lettenbauer in Nördlingen, Foto: Silke Hampp

Schon im letzten Jahr plante die Elterngruppe im Landkreis Donau-Ries und angrenzenden Ostalbkreis etwas besonderes: Sie wollten im Cafe Samocca der Lebenshilfe in Nördlingen eine große Fotoausstellung ihrer Kinder zeigen. Alle wissen, was dann kam  …

Aber die wundervollen Bilder existieren bereits, lagerten bei der Fotografin Cara-Irina Wagner und mussten einfach gezeigt werden. Die Idee: Dieses Jahr eine Schaufensteraktion! Zusammen mit dem Nördlinger Stadtmarketing-Verein haben sich 14 Geschäfte gefunden, die die Bilder rund um den 21.3.2021 präsentieren.

„Wir sind so stolz, dass unsere Kinder dieses Jahr Gutes teilen können und mit ihrer so positiven Ausstrahlung hoffentlich ganz viele Menschen zum Lachen und auch Nachdenken animieren.“ (DS Elterngruppe Donau-Ries)


Was sonst noch für den WDST 2021 geplant oder bereits angelaufen ist,
haben wir unter Aktionen verlinkt.

Wir sind stolz auf unsere Kinder!

Wir sind stolz auf unsere Kinder!

Es ist genau ein Jahr her und unbedingt wert, noch einmal geteilt zu werden!
2020 nahmen 1.929 Mütter und Väter von Kindern mit Down-Syndrom an unserer „Umfrage zur Lebenszufriedenheit“ teil. Die Resonanz war überwältigend, die Ergebnisse auch.
Wir alle konnten dadurch der Welt da draußen zeigen: Ja, er ist unbedingt lebenswert, der Alltag mit unseren Kindern!

Das sagen Eltern:

98,1 %: „Ich liebe mein Kind.“

89,7 % „Ich bin stolz auf mein Kind.“

75,9 %: „Mir ist klarer, was im Leben wirklich zählt.“

„Wir sind vielfältig bereichert: Um tägliche Freude und richtig viel Spaß, um einen liebevolleren Blick auf meine Mitmenschen, um die Erkenntnis des Werts von Langsamkeit und vom Leben im Hier und Jetzt.“

Es ist wunderbar, dass wir Menschen verschieden sind.

Der Nussknacker ist gefunden

Ein Text zum Bild von Nadine Liebetruth

CORONA

Corona ist wie eine Nuss

Corona ist hart wie eine Nuss

Da ist der Nussknacker

Der Nussknacker ist offen

Der Nussknacker ist der Knacker

der macht die Nuss kaputt

Der Impfstoff ist der Nussknacker

Da ist ein Schiff

Land in Sicht

Wie lange noch?

Bald ist Corona vorbei!!!

Dann gibt es wieder Parties

und DOWN-Syndrom-Tagungen

und wir können wieder verreisen!

Der Text zum Bild ist entstanden am Küchentisch, gemeinsam überlegt von Nadine Liebetruth, ihrer Schwester Imke, der Oma Erika und Jutta